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24. Juli 2013

Mehr Energieeffizienz in Gebäuden: Frankreich setzt sich hohe Ziele

In Frankreich ist zu Jahresbeginn die Réglementation thermique RT 2012 in Kraft getreten. Gemäß den Leitzielen der neuen Verordnung sollen künftig pro Jahr rund 1 Million Wohnungen entsprechend den neuen Vorgaben für eine optimierte Gebäudeenergieeffizienz gebaut oder saniert werden.

Zu den neuen Vorgaben zählt insbesondere, dass in den gemäß RT 2012 neu erstellten Wohnungen pro Jahr und Quadratmeter nicht mehr als 50 Kilowattstunden verbraucht werden dürfen. Bei sanierten Altwohnungen sollte der Höchstverbrauch 80 kWh oder 150 kWh (je nach durchsetzbarem Sanierungsgrad) nicht übersteigen. Bisher lag der Schwellenwert in der Regel bei 150 kWh.


Zudem legt die neue Wärmeverordnung fest, dass mindestens 5 der 50 kWh Höchstverbrauch in neu erstellten Wohnungen durch erneuerbare Energien gedeckt werden müssen. Zum Beispiel durch Wärmepumpen, Solaranlagen oder den Anschluss an ein Fernwärmeheiznetz. Bei Altbauten liegt der Fokus auf Außen- und Innenisolierungen und dem Einbau energiesparsamer Haustechnik (insb. Heiz- und Kühlsysteme, Beleuchtung).
Zur Förderung der energetischen Gebäudesanierungen hat Paris diverse finanzielle Anreize geschaffen, die von zinslosen Darlehen für bestimmte Arbeiten, Ausrüstungen oder Einrichtungen über Mehrwertsteuererlasse bis zu einer erhöhten steuerlichen Absetzbarkeit der Investitionen reichen.
Quelle : Osec