Aktuell

20. April 2013

Die Besteuerung von ausländischem Immobilienbesitz in Frankreich

Eine kurze Bestandsaufnahme: Die beinahe schon konfiskatorischen Steuermaßnahmen der Regierung Hollande haben auch vor dem ausländischen Immobilienbesitz nicht haltgemacht.

So werden nunmehr die bei der Veräußerung von Immobilien realisierten Buchgewinne außer der normalen Besteuerung (19%) auch den Sozialsteuern („CSG“ / „CRDS“) unterworfen. Damit ergibt sich eine Gesamtbelastung von 34,5%. Für die ab 1. Januar 2013 erzielten Buchgewinne über 50.000 € wird nochmals eine Sondersteuer von 2% bis maximal 6%, wirksam ab 1. Januar 2013, erhoben. Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuweisen, dass für die Ermittlung des Buchgewinns je nach bisheriger Haltezeit der Immobilie (nach 30 Jahren steuerfrei) ein Abschlag erfolgt.


Auch die wiederum modifizierte Vermögensteuer, die die Reformen des letzten
Präsidenten quasi rückgängig macht, kann Auswirkungen auf den ausländischen
Immobilienbesitz haben. Die Eingangsschwelle für eine Besteuerung liegt bei 1.300.000 €. Der Mindestsatz beträgt 0,50% und steigt bis maximal 1,5%. Die Finanzierung der Immobilie durch das eigene Verrechnungskonto ist nicht mehr steuerlich abzugsfähig.
Unverändert unterliegt der Immobilienbesitz der Grund- und Wohnsteuer („taxe
foncière“, „taxe d’habitation“).
Soweit die von ausländischen Privatpersonen gehaltenen Immobilien vermietet werden, sind die Mieterträge der französischen Einkommensteuer zu unterwerfen.
Quelle : Deutsch-Französische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft