Aktuell

20. Januar 2015

Frankreich: Pauschale Jahresarbeitsdauer in Tagen

Die pauschale Jahresarbeitsdauer ermöglicht es, bestimmte Arbeitnehmerkategorien auf Basis der im Jahr geleisteten Arbeitstage zu vergüten.

Diese Pauschalierung ist ganz besonders interessant wenn man Außendienstmitarbeiter beschäftigt.
 
Der Kassationshof hat die Gültigkeitsbedingungen einer derartigen Pauschale grundlegend verstärkt. Diese Vereinbarung muss nämlich die Gesundheit und Erholung der Arbeitnehmer gewährleisten. Die entsprechenden Garantien müssen in Betriebsvereinbarungen oder – falls eine solche Vereinbarung nicht vorhanden ist – in einem nationalen Branchentarifvertrag vorgesehen sein. Ist das nicht der Fall, werden die betroffenen Pauschalen als unwirksam betrachtet.
 
Was sind die Risiken im Zusammenhang mit der Unwirksamkeit der pauschalen Jahresarbeitsdauer in Tagen? Die gesetzliche 35-Wochenstunden-Regelung findet für die betroffenen Arbeitnehmer Anwendung. Die Arbeitnehmer haben unter anderem einen Anspruch darauf, die Zahlung der über 35 Stunden hinaus geleisteten Überstunden zu verlangen. Derzeit gibt es zahlreiche Tarifverträge, welche die Bedingungen der Rechtsprechung nicht beachten. Da für die Unternehmen ein tatsächliches finanzielles Risiko besteht, sind die Vereinbarungsmöglichkeiten streng vorab zu prüfen und die pauschale Jahresarbeitsdauer in Tagen mit Vorsicht einzusetzen. Das Risiko besteht auch für bereits bestehende Vereinbarungen.
 
Unserer Partner-Anwälte in : Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München, Saarbrücken stehen zur Verfügung unserer Mitglieder für eine kostenlose Erstberatung.
Gerne vermitteln wir den Kontakt.